Opel wird NUN DOCH NICHT verkauft

  • Laut gerade laufender Pressekonferenz wird Opel an Magna verkauft. Endlich hat das Theater mal ein Ende und die Leut können nach vorne schauen.

  • Hatte heut früh schon im Radio gehört das GM eine einigung gefunden hat wollten aber erst OPEL und die Regierung es sagen,da ist es ja gut das es endlich zu einer Einigung gekommen ist ob das ganze gut ist wird sich wohl in nächster Zeit zeigen da ist ja endlich das ganze hin und her vorbei :zwinker:

  • Um 16.15 Uhr ist eine Pressekonferenz von GM und Opel im TV.

  • Ich glaube das wird der sichere Tot auf Zeit für Opel. Ganz ehrlich die Russen wollen doch nur an die Technik und danach lassen sie Opel fallen. Ich hoffe zwar das es nicht so kommt aber dran glauben tue ich nicht so leid es mir für Opel tut...

  • Also als ich heute Mittag zur Arbeit gefahren bin wurde auch noch wild spekuliert das GM Opel doch behalten will.
    Naja hauptsache endlich mal eine Entscheidung. Ändern kann man das eh nicht. Wir können nur hoffen das es die richtige Entscheidung war.



    Gruß
    Kerstin

  • Um 16:50 gibts auf n-tv eine Pressekonferenz zu den offenen Fragen.

    Gruß
    DC






    Wennst den Baum siehst, in den Du rein fährst, hast untersteuern.
    Wennst ihn nur hörst, hast übersteuern


    Walter Röhrl

  • In meinen Augen sollte man jetzt nicht wieder in die Diskussion zurückfallen, ob das die beste Lösung ist bzw. war. Das wird die Zukunft zeigen.


    Fakt ist, dass die politische Diskussion (Gott sei Dank) endlich vom Tisch ist.


    Fakt ist, dass 55% bei Magna, 35% bei GM und 10% bei den Arbeitnehmern liegen wird. GM wird auch weiterhin in Sachen Rüsselsheim die Hände im Spiel haben.


    Fakt ist, dass Opel Autos verkaufen muss, um längerfristig bestehen zu können. Vielmehr ist es wichtig jetzt mit dem neuen Investor Magna auch in die asiatischen Märkte vorzustoßen.


    Vor allem: Fakt ist, dass die Opelaner ENDLICH Gewissheit haben, wie es weitergeht. Und das freut mich im Speziellen für alle Opel-Mitarbeiter.


    Anpacken ist jetzt angesagt... die wirtschaftliche Diskussion steht noch bevor... :coffee: olé olé...


    @ spiderslider:
    Ich bin da nicht so ganz sicher bzw. wäre ich mit solch einer Aussage vorsichtig :zwinker:. Jeder Investor strebt danach, dass investierte Geld wiederzuverdienen. Daher kann ich mir keineswegs vorstellen, dass es nur um Know-How geht und Opel nach Erlangen dieses Wissens fallen gelassen wird. So einfach ist die Realität nun mal nicht. Von daher haben die 35%-Anteile von GM auch ihren Vorteil. Sobald die Investoren nur nach Wissen streben und versuchen Opel "auszubeuten", wird GM schon Wege wissen (Stichwort VETO), dem entgegenzuwirken. Entscheidend wird sein, wie sich die drei Parteien in der wirtschaftlichen Diskussion einigen. Dies wird keineswegs eine leichte Sache bzw. wird es sicher schwierig werden, alle Individualinteressen unter einen Hut zu bekommen- aber ich bin sehr gespannt :winke:


    Aber: Insofern stimme ich dir wieder zu- wird die Beteiligung (27%) der Sber-Bank nicht dauerhaft sein. Natürlich wird intendiert, Opel näher an Russland in Sachen Technologie zu rücken. Es ist vertraglich auch völlig legitim, dass die Sber-Bank an Technologien "heran kommt". Jedoch kann ich es mir absolut nicht vorstellen, dass es nur um Technologie geht.


    Ich wage mal eine These aufzustellen:
    Die Sber-Bank wird ihre Anteile, sagen wir mal mittel-langfristig halten (so etwa 5-8 Jahre) und diese danach wieder verkaufen wollen. GM könnte diese Anteile wieder zurückkaufen, mit dem Ergebnis, dass die künftige Situation der heutigen (vor GM-Insolvenz) gleichen wird. Aber wie gesagt nur eine These, die sich HOFFENTLICH nicht erfüllt.


    Mfg

    3 Mal editiert, zuletzt von WetSidePrince ()

  • Die Pressekonferenz auf n-tv war leider nicht wirklich informativ, das lag daran das n-tv nach ca. 20 Minuten einfach abgebrochen hat um mit eigenem Programm fort zu fahren.
    Bis dahin haben es die Beteiligten nur geschafft sich bei allen Verhandlungspartnern zu bedanken. :bash:


    Wichtig ist erstmal das ein Entschluss gefasst wurde, es liegt jetzt noch gewaltig viel Anstrengung und Arbeit vor allen Opelanern, GM und Magna.
    Ob Magna jetzt gut für Opel ist oder eine andere Entscheidung besser gewesen währe kann und will ich nicht beurteilen, ich bin kein Wirtschaftsexperte und hab keine internen Informationen über alles, außerdem ist der der Beschluss gefasst und es wird sich wohl auch nix mehr daran ändern.


    Es werden harte Jahre mit vielen Einsparungen folgen, Kollegen die viele Jahre bei Opel gearbeitet haben werden ihren Job verlieren.
    Aber alles in allem wird es viel glimpflicher ablaufen als wenn man in die Insolvenz gerauscht währe.

    Gruß
    DC






    Wennst den Baum siehst, in den Du rein fährst, hast untersteuern.
    Wennst ihn nur hörst, hast übersteuern


    Walter Röhrl

  • Zitat

    Original von - DC -
    Die Pressekonferenz auf n-tv war leider nicht wirklich informativ, das lag daran das n-tv nach ca. 20 Minuten einfach abgebrochen hat um mit eigenem Programm fort zu fahren.
    Bis dahin haben es die Beteiligten nur geschafft sich bei allen Verhandlungspartnern zu bedanken. :bash:


    Genau das habe ich mir auch gedacht :banane:, aber zum Glück gibts ja Phönix... :brav:

  • So dann hat sich der Nebel der Verwirrung also endlich verzogen.
    Jetzt kann endlich dran gearbeitet werden das Schff wieder nach vorne zu bringen.
    Das es nicht einfach wird ist mal klar aber es wird schon.



    Gruß Christian

    Dies ist das Ende aller Tage
    und ich bin




    Der Sensenmann

  • na das war ja endlich mal ne Korekte ansage mal schauen was die Zeit nun bringt sie wollen ja bis zu 3000 stellen abbauen da lassen wir uns mal überraschen

  • Zitat

    Original von WetSidePrince


    Fakt ist, dass 55% bei Magna...


    Es sind genau 20% bei Magna! Sberbank hängt mit 35% drinne...
    Die Sberbank wird nen Teufel tun ihre Anteile zu verkaufen. Putin wird das sicherlich nicht zulassen, denn dieser erhofft damit endlich die russische Wirtschaft wieder hoch zu bekommen, gerade die Automobilsparte liegt völlig am Boden.
    Es ist zudem das Tor zu neuer Technologie, da die Russen mit GAZ entwicklungtechnisch irgendwo bei 1970-1980 hängengeblieben sind. Selbst wenn sie nicht das neuste vom neuen bekommen, so wird das dort vom Know How nen Unterschied wie Tag und Nacht sein.


    Irgendwie wird hier die Sberbank wie nen Investor angesehen, dem ist aber nicht so...

  • Zitat

    Original von bmx_rules
    Es sind genau 20% bei Magna! Sberbank hängt mit 35% drinne...


    Falsche Herangehensweise :zwinker:! Wenn du das Konstrukt aus Opel, GM, Magna, Sberbank und Gaz so zerlegst, wie du es getan hast, ist es völlig richtig, dass 20% bei Magna und 35% bei der Sberbank liegen. Faktisch stellt die Partnerschaft zwischen Magna und Sberbank ein Konsortium dar, wobei Magna der Konsortialführer ist und somit die Fäden in der Hand halten wird. Man muss immer die rechtliche Verträge beachten (hier Konsortialvertrag) und nicht nur die Anteile gegenüber stellen. Die Sberbank fungiert hier "nur" als Bereitstelller von Finanzmitteln. So ist bis jetzt der Sachstand dieses theoretischen Konstrukts.

    Zitat

    Original von bmx_rules
    Die Sberbank wird nen Teufel tun ihre Anteile zu verkaufen.


    Ich bleibe bei meiner These. Das Konstrukt zwischen Magna und Sberbank könnte sich künftig relativ brüchig erweisen, insofern sich nichts mehr ändern sollte. Gerade wenn langfristige strategische Entscheidungen getroffen werden müssen, könnte ich mir vorstellen, dass die Konsortialpartner Magna und Sberbank erhebliche Probleme miteinander bekommen- was mit einem Anteilsverkauf der Sberbank gekontert werden könnte.
    Wenn sich die Zukunft von Opel -rein spekulativ gesehen- so erfolgreich entwickelt, muss die Sberbank einfach aus BWL-Prinzipien ihre Anteile verkaufen. Zu schlechten Opel-Zeiten wird man die Anteile nur billig los. In Hochzeiten hingegen, besteht die Möglichkeit, die Anteile teuer bspw. an GM zurück zu verkaufen. Und eins kann ich definitiv sagen, die Sberbank spekuliert nicht darauf, langfristig oder besser über Jahrzehnte lang Anteilseigner von Opel zu sein. Sie haben kurzfristig die Chance gewittert in einem erfolgreichen Unternehmen über Magna einzusteigen und -um es nochmal zu verdeutlichen- werden sie auch wieder genauso kurzfristig (frühestens in 5 Jahren) die Anteile abstoßen, sobald sich eine gewinnbringende Möglichkeit (habe eben eine beschrieben: teurer Verkauf!) dazu bietet.
    @spiderslider: Und so etwas würde ich nicht immer als zwangsläufig "fallengelassen" bezeichnen.


    Zitat

    Original von bmx_rules
    Irgendwie wird hier die Sberbank wie nen Investor angesehen


    Ja stimmt... ist ja auch richtig so. Magna stellt mit der Sberbank nichts anderes als ein Investor dar. Das ist aber das tolle am investieren: Sobald du die Mehrheit aller Anteile innehhälst, bekommst du die Zügel in die Hand. Klar haben andere Anteilseigner ein Vetorecht (ab einem gewissen Anteil), aber als Hauptinvestor ist man der, der das Pferd reitet.


    Jetzt versuche ich einmal die negativen Konnotationen in diesem Thread ein wenig aufzubrechen :banane: :engel:. Für mich klingt die Lösung absolut vielversprechend und birgt in meinen Augen einige Chancen für Opel. Ich teile die Meinungen, dass Opel ausgebeutet werden könnte NICHT.
    Es geht vorrangig für Opel darum, liquide Mittel zu bekommen, um wieder voll durchstarten zu können. Dies wurde jetzt erreicht, zwar unter neuen Fahnen, aber warum nicht. Die Tatsache, dass unterschiedliche Anteilseigner nun an Opel beteiligt sind, muss nicht immer zu Zank und Zwist führen. :zwinker: Vielleicht (VORSICHT: Abendliche Rede für eine bessere Welt :disku:) bringen die Anteilseigner ihre Individualinteressen so unter den Hut, dass Opel nur davon profitieren kann. Eine schöne Vorstellung wie ich meine... :popcorn:


    Und außerdem sollte man nicht vergessen, dass verdammt kluge Leute im Opel-Management sitzen... :zwinker: Opel ist nicht hilflos...


    So denn... :gn8: liebe Opel-Gemeinde!

    2 Mal editiert, zuletzt von WetSidePrince ()

  • ich hätte ja lieber die belgier gehabt oder sogar bei gm bleiben, wenn da mal endlich gute manager rankommen würden.
    es wird spannend wie magna/sberbank es schaffen will die verkaufszahlen so anzukurbeln das opel lebensfähig ist.
    denn auch wenn gm noch dran beteiligt ist und es einen gewissen technologietransfer und gemeinsame einkaufspolitik gibt, vieles wird für opel teurer werden.

    <---- bestes Auto der Welt, dich geb ich nie wieder her


    Projekt 2024


    all we need is vectra :banane:

  • @WestsidePrince:


    Du verdrängst, dass hinter der Sberbank die Regierung Putins steht.
    Selbst wenn die Bank die Anteile verkaufen will, wenn Putin das nicht will passiert das auch nicht. Vieles deutet darauf hin, das die Sberbank selbst diesen Deal nicht will, jedoch Druck von "oben" bekommt. Zitat: "Wir sind nur ein äußeres Pferd eines Troikagespanns", sagt ein Vertrauter Deripaskas. "Und wie Sie wissen, gibt immer das Pferd in der Mitte die Richtung und das Tempo vor."
    Und was Putin sich davon erhofft hab ich schon geschrieben.
    Aus diesem Grund: Sieh die Sberbank nicht nur als Investor, da steckt viel viel mehr dahinter....
    Das Magna das Unternehmen leiten wird kann gut möglich sein (muss aber nicht), die Russen haben vom Managment kaum eine Ahnung, jedenfalls nicht zielführend in diesem Bereich.
    Wie die Verträge im Hintergrund aussehen wird keiner von uns wissen; das alles nicht so ist wie die Öffentlichkeit sich das denkt: Davon kann man ausgehen!

  • Zitat

    Original von bmx_rules


    Das würde direkt den Standort Graz betreffen und für diesen ein wirklich herben Verlust bedeuten.


    das ganze bedeutet aber auch enormen druck für opel, denn wenn magna weniger geschäft macht, dann wird nochmehr bei opel gekürzt (sprich entlassen) oder die opel anteile werden verkauft.

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  • Auch wenn Magna mit Opel quasi ein direkter Hersteller währe - ich halte das Ganze für überzogen.
    Magna baut jetzt schon komplette Autos für diverse, untereinander konkurrierende Kunden auf.
    Den X3 für BMW, den GLK für Mercedes und ich glaube noch einige mehr.
    Das stört aber weder BMW, noch den direkten Konkurrenten Mercedes nicht, auch stört sich VW an der Tatsache überhaupt nicht.

    Gruß
    DC






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    Walter Röhrl

  • man bekommt aber so das gefühl, dass alle hersteller was gegen opel haben. Ich weiß aber auch nicht recht was ich von der Übernahme halten soll.........meine Meinung wäre ja opel eigenständig laufen zu lassen. aber das is halt nicht so einfach möglich